Kreative Köpfe sind heiß umkämpft
Informatiker haben ihren eigenen Kopf. Den können sie bei inet-logistics einsetzen.
Ein Interview der Vorarlberger Nachrichten mit inet HR-manager Dr. Irene Häntschel-Erhart
(Vorarlberger Nachrichten 09.2010) Es sind keine Models, die Prospekte und den Internetauftritt von inet-logistics in Wolfurt zieren. „Das sind unsere“, stellt Irene Häntschel-Erhart klar und tippt auf einen attraktiven Kletterer, der sich auf der Titelseite der Broschüre abkämpft. Das Unternehmen, das sich auf softwareunterstützte Transportlogistik spezialisiert hat, ist eine 75%ige Tochter von Gebrüder Weiss. Weil man mit dem internetbasierten Produkt schon vor zehn Jahren begonnen hat, ortet die Personalchefin einen Wettbewerbsvorsprung gegenüber anderen Transportmanagementsystemen. Das neueste „Baby“ ist neben Deutschland und der Schweiz ein Office in Thailand. „Wir müssen selbst globalisieren, um unsere global aufgestellten Kunden optimal betreuen zu können“, stellt sie klar. Ein spannendes Umfeld also, dass inet bietet. Gerne dürfen potentielle Mitarbeiter „untypisch“ sein, wie die HR-Managerin sagt. „Solche Menschen haben meist andere Perspektiven“. Das bereichert. Nicht einfach ist es, in der Branche kluge Köpfe zu finden. „Talente sind am Arbeitsmarkt umkämpft“, weiß die Wirtschaftsinformatikerin. Außerdem sei der Standort Vorarlberg schwierig und der Output der hiesigen Schulen gering. „Informatik ist ein anspruchsvolles Studium, das sich offenbar immer weniger antun wollen“, sagt sie. So wären etwa Bewerber aus Norddeutschland einfacher zu bekommen als gut ausgebildete Schulabgänger aus Österreich. Weil man bei inet ganz auf Wachstum ausgerichtet ist, ist deshalb angedacht, möglichst bald eigenes Personal auszubilden: „Wir brauchen die richtigen Kompetenzen, um wachsen zu können.“
Höchstleistungen
Viel Verantwortung und Freiraum erwartet den Mitarbeiter bei inet. Auch reduzierte Arbeitszeiten oder Teleworkingstellen sind möglich. „Nichts ist so fix, dass man nicht über
Bedürfnisse reden könnte“, verspricht die gebürtige Oberösterreicherin und erklärt die praktisch nicht vorhandenen Hierarchien im Betrieb. Aber: Die Ansprüche der „Wissensarbeiter“
seien andere, verdeutlicht sie. „Es sind sehr individuelle Persönlichkeiten, die manchmal nicht so leicht zu führen, aber auch sehr kreativ sind.“ Trotzdem erwartet man bei inet ein
Maximum an Leistung. Schließlich sind intern die gleichen Werte wichtig, die auch dem Kunden versprochen werden. „Höchstleistung beginnt dort, wo Durchschnitt aufhört“, ist
beispielsweise ein Slogan des Unternehmens. Zusätzlich sollen Mitarbeiter loyal, flexibel und agil sein. „Wendig im Kopf“, nennt das Irene Häntschel-Erhart. Ihren Führungsstil
bezeichnet sie als offen und kommunikativ. Als Frau in einer Männerwelt zu arbeiten war für sie noch nie ein „Thema“: „Das ist für mich normal. Ich fühle mich akzeptiert.“ Vielleicht
auch, weil jeder Mitarbeiter, den sie rekrutiert, das Team entlastet und sie so einen wertvollen Beitrag für ein gemeinsames Vorwärtskommen leistet. Der Job macht Spaß: „Es ist toll,
die Leute und deren Lebensgeschichten kennenzulernen.“ Da bekomme das eigene Leben manchmal eine etwas andere Sichtweise. Irene Häntschel-Erhart: „Ich sehe diese Begegnungen als
Bereicherung für mein persönliches Leben.“

