Kraft Foods steuert Transporte zentral
Übergreifende Optimierung der Touren in Europa - Kraft Foods zentralisiert sein Transportmanagement für Europa und will damit seine Fahrkilometer um bis zu 5 Prozent reduzieren.
(Lebensmittel Zeitung 05.2009) Wenn ein großer Nahrungsmittellieferant wie Kraft Foods seine rund 60.000 internationale Transporte in Europa optimiert, dann lohnt sich das: An die 45 Mio. Kilometer legen Logistikdienstleister für das Unternehmen jährlich zurück. Es geht um Touren zwischen den europaweit verteilten Produktionsstätten und den rund 80 Lagern. Bis zu 5 Prozent dieser Strecke, also rund 2 Mio. km, könnten durch das neue europäische Transportmanagement eingespart werden, erklärt Markus Ganahl, Manager Distribution für Deutschland, Österreich und Schweiz bei Kraft Foods (KF).
Bisher werden die Transporte beim Lebensmittelhersteller national und regional koordiniert. Bis Ende des Jahres sollen die Fäden in einer europäischen Organisationseinheit zusammenlaufen, deren Standort noch nicht feststehe. Eine neue Softwarelösung soll dann alle eingehenden Transportaufträge unter Kosten-, Service- und Umweltgesichtspunkten optimieren und Maßnahmen zur Bündelung von Warenströmen oder zur Bildung von Rundläufen zwischen den Standorten vorschlagen. Aktuell laufen die Vorbereitungen für die Einführungen der Standard-Lösung von inet-logistics, die die Leerfahrten reduzieren und umgekehrt die Auslastung der Fahrzeuge erhöhen soll.
Neben dem europäischen Transportmanagement hat KF noch ein weiteres Großprojekt in der Logistik laufen. Der Lebensmittelkonzern überprüft sein europäisches Netzwerk für die Distributionslogistik zum Handel hin, bei der man mit regional starken Spediteuren zusammenarbeitet. Der Hersteller ist dabei, in den europäischen Ländern sogenannte Netzwerkstudien durchzuführen, mit dem Ziel Kosten in der Distributionslogistik zu optimieren, ohne Kompromisse bei Service und Qualität einzugehen.

