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Ohne Codex läuft gar nichts

Rund fünf Millionen Arzneimittel-Packstücke sind Jahr für Jahr durch Österreich unterwegs. Damit beim Transport dieser zum Teil höchst sensiblen medizinischen Produkte nur ja nichts passiert, kennt man bei der Pharmalogistik nur zwei Begriffe: Qualität und Kontrolle hoch drei.

(Austria Innovativ 05.2009) Die aktuelle Arzneimittel-Betriebsverordnung kennt keinen Pardon: alle Beteiligten müssen hohe Ausbildungs- und Qualitätsparameter erfüllen, die Betriebe, die mit der Herstellung, Lagerung und dem Verkauf betraut sind, haben rigide Vorschriften einzuhalten. So weit so gut. Nur: Wie kann das alles kontrolliert werden? Moderne Softwareprogramme, aber auch spezielle Dokumentationsverfahren schaffen ein hohes Maß an Sicherheit.

Akademische Tourenplanung

Das mag zwar etwas hochtrabend klingen, bringt die Thematik aber auf den Punkt. Schließlich sollen Touren nicht nur kostengünstig, sondern auch so organisiert sein, dass möglichst kurze Wege anfallen im Sinne der Temperaturführung und der Sicherheit. Wie geht also ein Logistiker mit der Aufgabenstellung Medikamententransport um? Hier ein konkretes Beispiel der Firma Schachinger.Die Ausgangslage:

  • Die gesetzlichen Richtlinien erfordern spezielles Equipment.
  • Apotheken, Krankenhausapotheken sowie Hausarztapotheken werden mehrmals täglich von demselben Großhändler beliefert.
  • Der "Codex für Transport von Arzneimitteln in Österreich" verschärft die Vorschriften vor allem für temperaturgeführte Transporte.

Die Konsequenz: ein adäquates Pharma-Distributionssystem muss völlig neu gestaltet werden. Die logistischen Ziele wurden von einem Team, bestehend aus Vertretern der Firma Schachinger, der Universität Linz und inet-logistics, erarbeitet. Es sollte eine maximale Bündelung des Aufkommens erreicht werden, die Transportmittel optimal genutzt, die Gesamtkosten minimiert und nicht zuletzt eine Reduktion der CO2-Emissionen erreicht werden.

Bei rund 1.200 öffentlichen Apotheken, knapp 1.000 ärztlichen Hausapotheken, 32 Uni-Kliniken und mehr als 240 Landeskrankenhäusern kein leichtes Unterfangen. Herausgekommen ist ein 4-Depot-System mit einer detaillierten "Lager und Transportspinne". Denn die Planung garantiert nicht nur eine zeitnahe Versorgung, sondern auch die besten CO2-Werte.

(www.austriainnovativ.at)

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05.2009 austria innovativ | Ohne Codex...
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