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Pressebericht

Die Digitalisierung ist kein Hype

Die Digitalisierung der globalen Warenflüsse fordert von den Logistikdienstleistern wie von deren Kunden völlig neue Prozesse und Denkweisen. Dies ist die Quintessenz des diesjährigen Swiss Logistics Forum, veranstaltet von DHL Logistics (Schweiz).

(Handelszeitung 06.2008) Die Logistikbranche hat in den vergangenen Jahren bzw. Jahrzehnten eine deutliche Wandlung durchgemacht. Vom einfachen Transportdienstleister entwickelten sich die Logistiker zum umfassenden Partner der Kunden im gesamten Transportbereich. Der Trend zum Outsourcing, die immer komplexere Abwicklung der Transporten (Sicherheitsvorschriften, Haftpflicht, Quality Management), die zunehmenden Zusammenschlüsse und Fusionen und schließlich die Verlagerung von Produktionsstandorten vornehmlich Richtung Osteuropa und Asien haben nach den Worten von Thomas Christ, Manager Director DHL Global Forwarding und DHL Logistics (Schweiz) AG, völlig neue Kundenansprüche an den Logistikdienstleister ausgelöst.

Neue Abläufe schaffen

Neben dem physischen Warenfluss kamen der Datenfluss sowie in jüngster Zeit die Finanzströme dazu; sie verlangen nach ganz neuen Verfahren und Vorgehensweisen in der gesamten Wertschöpfungskette. Nach den Worten von Thomas Christ müssen in den kommenden Jahren neben der klassischen Auslagerung traditioneller Arbeitsprozesse neue Abläufe geschaffen werden, welche nicht nur den reinen Transport, sondern auch alle mit dem Transport verbundenen Aktivitäten steuern und koordinieren. Dieser sogenannte Control Tower soll für einen konsolidierten Datenfluss entlang der gesamten Supply Chain sorgen. "Er muss", so Christ, "den gesamten Transportprozess umfassend abbilden können". Dieses Vorgehen beinhaltet zahlreiche Vorteile wie Prozess- und Kostenoptimierung, Kostentransparenz, eine Steigerung der Qualität (Reduktion von Fehlerquellen) und schließlich eine hohe Visibilität der Warenströme. Die wird heute ganz besonders vom Kunden gefragt. Die Control-Tower-Philosophie beinhaltet aber auch einige Knacknüsse, so müssen neue Prozesse aufgegleist werden.

Durchgängige Optimierung

Oswald Werle, Geschäftsführender Gesellschafter der inet-logistics GmbH, unterstrich, dass mit der Supply Chain Execution (SCE) eine durchgängige Optimierung der Supply Chain unter Einbezug aller Partner und auf Basis einer webbasierten neutralen IT-Lösung realisiert werden kann. Daraus resultieren tiefere Kosten, höhere Versorgungssicherheit, mehr Transparenz und Flexibilität in der gesamten Lieferkette. Werle betonte, dass webbasierte Lösungen für Supply Chain Execution kein Hype sind, vielmehr werden sie in den nächsten Jahren zum Standard für ein nachhaltiges Logistikmanagement.