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Pressebericht

Behältermanagement. Unterschätzte Verlustquelle

(Verkehrsrundschau 08.2005) Für eine ordentliche Lademittelverwaltung gibt es wirksame Softwarelösungen. Doch viele Speditionen scheuen den Zeitaufwand für das konsequente Buchen der Palettenbelege. Softwareprogramme zur Verwaltung von Lademitteln wie Euro-Paletten, Düsseldorfer und Chep-Paletten, Gitterboxen und Ladeträger in der Automobilindustrie boomen. Davon ist jedenfalls Oswald Werle überzeugt. Der Geschäftsführer der Inet-Logistics GmbH in Wolfurt bei Bregenz stellt besonders in der Automotivebranche eine starke Nachfrage nach dem Behältermanagementmodul von Inet-Logistics fest. Der Grund: Der enorme Kostendruck.

Aus Kostengründen hätte auch die Speditionsbranche allen Grund zum sparsamen Umgang mit Ladeträgern. Anders als Gitterboxen und Spezialladungsträger in der Automobilindustrie sind Paletten mit einem Neupreis von 12,50 Euro zwar nicht sehr teuer, aber die Menge macht’s: 10 Millionen Euro-Paletten werden jedes Jahr in Deutschland hergestellt. Dennoch scheinen viele Speditionen den Kostenfaktor Paletten als marginale Größe zu betrachten.

Gehör findet die Warnung, in die Pleite zu fahren, offenbar weniger bei Speditionen. Tatsächlich seien laut Martin Riedel unter den bislang 100 Kunden der Hamburger Softwarefirma Riedel GmbH viele Hersteller und Handelsunternehmen. Ähnlich sieht es bei Inet-Logistics aus, deren Lösung etwa der Handelskonzern Migros in der Schweiz, Henkel und der Automobilzulieferer Magna nutzen. Von den bislang 30 Inet-Kunden kommen laut Werle 80 Prozent aus der Industrie und dem Handel. Migros will laut Oswald Werle von Inet-Logistics mit der Web-Lösung der Wolfurter pro Jahr 2,5 Millionen Schweizer Franken einsparen.

Die Programme machen es den Nutzern so einfach wie möglich, da alles praktisch auf Knopfdruck parat ist. Allerdings verlangen die meisten Software-Produkte eine große Konsequenz bei der Erfassung der Palettenbelege, wozu, auf Grund des großen Aufwands, offenbar nicht jeder bereit ist. Erstaunlicherweise nutzen auch große Konzerne Standalone-Lösungen, obwohl ihre Speditionssoftware bereits über eine Lademittelverwaltung verfügt.