Pressebericht
OMV setzt bei Kesselwagenverfolgung auf innovative Lösung
(Logistik 07.2007) Eine deutliche Vergrößerung ihrer Produktionskapazitäten und die damit einhergehende Verdoppelung des Kesselwagenbestands stellte die OMV Gruppe vor die Herausforderung, die Verfolgung dieser Waggons auf eine neue Grundlage zu stellen. Dazu implementierte der führende Erdöl- und Erdgaskonzern in Mitteleuropa eine professionelle Fleetmanagementlösung, die auch grenzüberschreitende Lademittelbewegungen transparent macht. Damit wurde die Voraussetzung für eine valide Nachverfolgung und Wartungsplanung der gemieteten Kesselwagen geschaffen.
Als eines der ersten Unternehmen der Branche entschied sich die OMV dafür, mit einer innovativen IT-Lösung mehr Transparenz in die Planung und Steuerung der eigenen Wagenläufe zu bringen. Die OMV produziert Kraftstoffe in Deutschland, Österreich und Rumänien und vertreibt diese europaweit. Angesichts einer Ausweitung der Produktionskapazitäten und einem Volumen von etwa 80.000 Waggon-Bewegungen pro Jahr stieß die manuelle Organisation des Kesselwagenmanagements an ihre Grenzen. So war etwa vom zentralen Standort Wien aus der Status des Wagenbestands an den anderen fünf Verladestandorten nicht unmittelbar ersichtlich. Daher wurde das Wolfurter Unternehmen inet-logistics mit der Entwicklung und Implementierung einer IT-Lösung für eine lückenlose und unternehmensübergreifende Kesselwagen Bestandsführung inklusive einer vorausschauenden Kesselwagen Bestandsplanung beauftragt.
"Überzeugt hat uns inet-logistics durch die hohe Flexibilität der Lösung, die nachweisliche Leistungsfähigkeit und vor allem auch wegen der großen Erfahrungen des Unternehmens im Transportwesen sowie die offene Internetlösung, welche gerade im internationalen Kontext einen Vorteil darstellt", erklärt Melitta Wadsack, Head of Department Strategic Logistics von der OMV die Gründe für die Wahl dieses Anbieters.
Nach einer eingehenden gemeinsamen Analyse des Ist-Zustandes wurde innerhalb nur weniger Monate die Solution-Suite logistics-server® des Software-Lieferanten als bestandsführendes Kesselwagen System implementiert. Die für die OMV entwickelte Lösung berücksichtigt die verschiedenen Versandsysteme an den unterschiedlichen Abfüllstandorten und bezieht aus den bestandsführenden Systemen die Stammdaten. Ihre hohe Flexibilität beweist die Lösung bei der länderübergreifenden Integration der Bahnsysteme. Erstmals überhaupt wurde ein System implementiert, das die vier verschiedenen Bahnsysteme von Deutschland, Österreich, der Tschechischen Republik und Ungarn direkt anbindet.
Für die OMV ist mit der neuen Lösung bei Bedarf kurzfristig ersichtlich, welcher Kesselwagen wo unterwegs ist, was und wie viel er geladen hat und wann er sein Ziel erreicht haben wird. Ein "Ampelsystem" erkennt darüber hinaus diejenigen Wagen, die ihre ursprünglich geplante Laufzeit bereits überschritten haben. Durch die neu gewonnene Transparenz sind die entsprechenden Prozesse in Zukunft wesentlich einfacher und unkomplizierter zu planen und zu kontrollieren. Ein positiver Effekt: Der Gesamtbestand an gemieteten Kesselwagen kann in Zukunft reduziert werden, nachdem die manuelle und auf Erfahrungswerten basierte Planung durch das neue System abgelöst worden ist. Dann ist es etwa möglich, die Anzahl der Wagen, die zur Bewältigung kurzfristiger Transportspitzen als Reserve zur Verfügung stehen, auf das notwendige Mindestmaß zu beschränken.
Einen weiteren Nutzen bietet die Software bei der Optimierung des Schadwagenmanagements. Sie erfasst Schadensmeldungen, koordiniert die Werkstattaufenthalte und gibt an, wann welcher Wagen wieder zur Verfügung steht. Darüber hinaus verfolgt die Lösung für jeden eingesetzten Wagen die Einhaltung der vertraglich zugesicherten Wartungsintervalle.
Nach der Implementierung des logistics-server® möchte keiner der Nutzer die neue Software mehr missen. Das Potenzial für eine erweiterte Nutzung ist auch vorhanden: Möglich wäre in Zukunft unter anderem die Übergabe der konsolidierten und aufbereiteten Daten an das SAP-Business Warehouse zur direkten Weiterverarbeitung oder ein automatischer Abgleich der gebündelten Daten mit den Fracht- und Mietrechnungen. Damit ließe sich der Prozess der Fracht- und Mietkostenkontrolle weiter optimieren.
