MAN

Die MAN Gruppe ist eines der führenden europäischen Industrieunternehmen im Bereich Transport-Related Engineering mit jährlich rund 12 Mrd. € Umsatz (2009). MAN ist Anbieter von Lkw, Bussen, Dieselmotoren, Turbomaschinen sowie Spezialgetrieben und beschäftigt weltweit rund 47.700 Mitarbeiter. Die MAN-Unternehmensbereiche halten führende Positionen auf ihren Märkten. Die MAN SE, München, ist Mitglied im Deutschen Aktienindex Dax der 30 führenden deutschen Aktiengesellschaften.

Anforderungen

Optimale Versorgung der Lieferanten mit passenden Behältern ist jeher Herausforderung vieler Unternehmen in der Fahrzeugindustrie. Bei MAN Truck & Bus AG führten der rasche Ausbau, sowie fehlende Vernetzung der einzelnen Werke dazu, dass kaum Überblick über die tatsächlich benötigten Behälter möglich war. Folglich waren entweder zu wenige oder zu viele Behälter eingeplant.
„Eine Situation, die kostenseitig als auch organisatorisch zur Last wurde“, wie Heiko Kayser, Leiter Global Transportation & Containers bei MAN erklärt. Um den geeigneten Dienstleister zur Lösung dieses Problems zu finden, schrieb MAN ein Behältermanagementsystem aus und prüfte ausgewählte Anbieter. Am Ende dieses Selektionsverfahrens gewann die inet-logistics den Zuschlag mit der Lösung Behältermanagement.

Lösung

Bei MAN ist das Behältermanagement im Rahmen der Leergutplanung für eine maximale Versorgungssicherheit zu möglichst geringen Kosten verantwortlich. Als zentrale Instanz im Werksverbund unterstützt sie die operative Abwicklung der Leergutversorgung. Mit der Einführung der inet Lösung wurde auf ein webbasiertes Bestellverfahren (Pull-Prinzip) umgestellt. Durch den online Abruf seitens der Lieferanten selbst, wird nur noch dem tatsächlichen Bedarf entsprechend geliefert. Das schlägt sich in einem deutlich geringeren Behälterbestand nieder.

Wichtig war für MAN nebst erhöhter Transparenz über Behälterbestände, dass der hohe Abstimmungsaufwand zwischen den Werken und den Lieferanten durch eine einfache und webbasierte Lieferantenintegration minimiert wird. „Die schnelle Verknüpfung zu allen unseren Lieferanten ist mein persönlicher Favorit“, meint hierzu Heiko Kayser und unterstreicht weiters, „früher musste viel Zeit darauf verwendet werden, sich mit jeder involvierten Partei abzustimmen.“ Die Abwicklung über die inet Integrations- und Kommunikationsplattform ersetzt bisherige Kommunikationskanäle wie Fax, E-Mail und Telefon. Nun können alle Supply Chain Partner online auf Realtime Daten zugreifen und direkt miteinander interagieren.

Das inet Behältermanagement ermöglicht einerseits zentrale Steuerung und Disposition, andererseits lokale Prozessausführung. Bestand früher nur lokale Übersicht in den einzelnen MAN-Werken so besteht heute durch die Lösung von inet-logistics ein transparentes Leergutnetzwerk über alle europäischen Produktionsstandorte und Logistikzentren in Europa. In operativer Hinsicht werden die bis dato häufigen Mehrfacherfassungen obsolet, da Informationen zu Wareneingängen aus dem SAP importiert und jene zu Warenausgängen aus der Disposition übernommen werden.

Nutzen

Durch die Einführung der neuen Softwarelösung und der neu gewonnen Transparenz kann MAN nun die Behälterbestände auf die tatsächlich benötigte Anzahl reduzieren. Kapitalbindung in unnötigen Sicherheitsbeständen gehört somit der Vergangenheit an. Darüber hinaus werden die Transparenz und Auskunftsfähigkeit über Bestände im Netzwerk durch die webbasierte Integration der Lieferanten erhöht. Auch eine verursachergerechte Nutzungsentgeltabrechnung wäre durch die neue Visibility im Leergutnetzwerk möglich.

Das neue Bestellverfahren ermöglicht eine bessere und systemgeführte Disposition von Behältern inklusive der Delegation von Bestellungen an andere Werke. Der Lieferant erhält Transparenz über sämtliche den Leergutprozess betreffende Buchungen und wird bei seiner Behälterbedarfsplanung mittels einer Online-Bestandsprognose unterstützt. Optimale Versorgung wird nun über das gesamte Netzwerk sichergestellt. Auch das integrierte Reporting-Tool Transportation Analytics trägt einen wesentlichen Teil zu dem neu gewonnenen Gesamtüberblick bei. Es ermöglicht einerseits frühere Waren- und Behälterflüsse zu analysieren, mithilfe von konfigurierbaren Dashboards und KPIs zu visualisieren und stellt andererseits aus der historischen Datenanalyse Prognosen zur Verfügung. Basierend auf dieser konsolidierten Datenbasis können Lieferfrequenzen und Bestandsreichweiten der Lieferanten optimal geplant werden.

Ein weiterer Vorteil: Bestellungen, Reklamationen sowie Inventuren werden integriert in einem System abgewickelt. Weniger Medienbrüche führen zu weniger Fehler und vereinfachte systemgestützte Prozesse verursachen weniger Aufwand.